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Comeback, Neustart und Debüt sind gelungen!

RCN 02/2022: Die Mayener Teilnehmer vom Automobilclub, feierten unterschiedliche Erfolge!


Das Team JR Motorsport um Jan Reiff ist trotz divserer Probleme, sehr zufrieden mit dem Debüt des Opels
Das Team JR Motorsport um Jan Reiff ist trotz divserer Probleme, sehr zufrieden mit dem Debüt des Opels

Mayen. Nachdem der erste Lauf zur diesjährigen Rennsport Challenge Nürburgring (RCN), dem Rennen um den „Bergischer Schmied“, aufgrund von starken Schneefall Anfang April abgesagt werden musste, startete die Saison mit Verspätung nun im Rahmenprogramm des Total Energies ADAC 24h-Qualifikationsrennens.


Beim sogenannten „Preis der Schlossstadt Brühl“, einem der traditionsreichsten Events der Serie, veranstaltet von der Scuderia Augustusburg Brühl im BTV e.V. und dem ADAC, wurden 195 Fahrzeuge genannt. Unter den letztlich dann doch nur 187 Startern, welche zur ersten RCN Gleichmäßigkeitsprüfung des Jahres auf der Nürburgring-Nordschleife, bei besten Wetter angetreten sind, waren auch gleich fünf Mayener Piloten. Neben dem erfahrenen Carsten Knechtges, der kurzfristig für Stammfahrer Volker Wawer im Porsche Cayman von Schmickler Performance aus Bad Neuenahr gemeldet wurde, gab auch AC Mayen Rennleiter Frank Taller auf einem BMW von JS-Competition ein viel beachtetes Rundstrecken-Debüt. Weitere namhafte Piloten aus dem Automobilclub 1927 von Mayen waren Niklas Walter auf einem BMW 318iS, Leon Dreiser auf einem Opel Astra GSi sowie Jan Reiff mit seinem Team JR Motorsport.


Gerade letzterer hatte ein sehr abenteuerliches Rennen. War doch dieser Wertungslauf gleichbedeutend mit dem ersten Roll-Out seines neuen Rennwagens für die Klasse VT2. Der mittlerweile in Wittlich lebende Reiff und sein neuer Teamkollege Stefan Gaukler, ein Bankkaufmann aus Mainz, fuhren erstmalig einen Opel Astra J OPC, vor der Saison erworben vom Westerwälder Team Gros Motorsport aus Diez.

Der Mayener Jan Reiff am Steuer seines neuerworbenen Opel Astras J OPC auf der Nürburgring-Nordschleife.
Der Mayener Jan Reiff am Steuer seines neuerworbenen Opel Astras J OPC auf der Nürburgring-Nordschleife.

Nach einer chaotischen Anfangsphase des Rennens, mit vielen Unfällen und Code60 Zonen auf teils noch feuchter Fahrbahn, hatte Jan Reiff Glück im Unglück als ihm ein sogenanntes Schaltseil im Getriebe gerissen ist. Jan Reiff erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Die Gänge Eins, Drei und Fünf gingen noch. Die Gänge Zwei, Vier und Sechs jedoch nicht mehr. Um den Grund von diesem Problem herauszufinden, bin ich an die Box gekommen. Hier stellten wir fest, dass nicht nur ein Schaltseil im Getriebe, des einige Jahre nicht mehr bewegten Fahrzeugs gerissen war, sondern wir auch kurz vor einem kapitalen Reifenschaden standen. Hätten wir nicht das Problem mit der Schaltung bekommen, wäre das Auto jetzt womöglich Kernschrott, weil das Gummi mit Sicherheit bei hoher Geschwindigkeit geplatzt wäre, was sicherlich zu einem heftigen Unfall geführt hätte!“


Der 29-jährige Bundeswehrsoldat mit der Startnummer 92 erklärt weiter: „Wir sind trotz dem Problem, sehr zufrieden mit dem neuen Auto und der gesamten Teamleistung. Wir haben einige Dinge am Auto gefunden, welche wir noch bis zum 24h-Wochenende klären werden und müssen. Es sind Kleinigkeiten. Aber sind diese geregelt, können wir vom Gefühl her, regelmäßig in die Top5 unserer Klasse fahren. Der Opel ist ein ganz anderes Auto, als unser bisheriger Honda Civic Type R. Der Turbo-Wagen fährt sich komplett anders. Ist interessanterweise einfacher zu fahren. Er macht wegen seines guten Handlings, der höheren Leistung und den besseren Bremsen, aber auch einfach Lust nach mehr. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten müssen noch gelernt werden. Wenn das erreicht ist, sind wir fast eine Minute schneller, als noch mit letzten Jahr. Ziel wäre eine Rundenzeit von 10 Minuten und rund 45 Sekunden. Jedoch ist auch die Konkurrenz stark. Die, die mit uns in der Klasse fahren, haben oftmals viel mehr Erfahrung, weil Sie seit Jahren dabei sind. Aber das Delta wird nicht so groß sein. Wir haben viel Optimismus!“


Der Bankkaufmann Stefan Gaukler in der Boxengasse des Nürburgrings
Der Bankkaufmann Stefan Gaukler in der Boxengasse des Nürburgrings

Noch schneller sind natürlich die Sieger. Am Ende hatten Stefan Schmickler und sein kurzfristig eingesprungener Teamkollege Knechtges in der Gesamtwertung beim Rennen über die 25,378 Kilometer lange Streckenvariante des 24h-Rennens die Nase knapp vorn. Für den Mayener, der damit übrigens auch mit 9,69 Punkten aktueller Gesamtzweiter ist, war es der erste RCN-Gesamtsieg überhaupt! Jan Reiff, der nach einer kurzen Reparatur und Reifenwechsel wieder ins Rennen ging, erzielte trotz aller Herausforderungen mit seinem rund neun Jahre alten Wagen mit dem Blitz, im komplexen Punktesystem der Meisterschaft, sogar noch wichtige 3,44 Punkte.


Am Donnerstag, den 26. Mai, eröffnet der dritte geplante RCN-Lauf des Jahres, mit dem zweiten Rennen der Saison, traditionell das ADAC 24h-Rennwochenende auf der legendären Eifelstrecke.


Text & Fotos: Roland Schäfges - www.myfoto24.eu

Der Artikel erschien beim "Lokalanzeiger" Mayen

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